FAQ – Frequently Asked Questions

Haben der Verein und die geplante Kultstätte eine bestimmte theologische Ausrichtung?

Nein, der Verein hat keine spezielle Ausrichtung und steht allen toleranten und weltoffenen Anhängern der germanischen, keltischen, slawischen oder römischen Glaubensrichtung offen. Auch naturreligiöse oder anderweitig spirituelle Menschen haben einen Platz im Verein.

Also sollen alle polytheistischen Religionen denselben Ritualplatz nutzen?

Ja. Unser Konzept sieht vor, eine zentrale Feuerstelle mit Ritualplatz zu errichten, in deren Kreis bis zu einhundert Menschen Platz finden. Darüber hinaus wollen wir außerhalb dieses Haupt-Ritualkreises auf dem Gelände diverse Stelen aufstellen, an denen einzelne Gottheiten angebetet werden können. Die Stelen könnten dann sowohl konkrete Gottheiten darstellen als auch neutrale Stelen sein. Diese Außenbereiche sind zudem ideal für kleinere Blótgruppen geeignet.

Darf somit jeder die Kultstätte nutzen, der sich beispielsweise der „germanischen“, „keltischen“ oder „slawischen“ Religion zugehörig fühlt?

Nicht pauschal jeder. Es wird einen Nutzungsvertrag geben, bei dem man sich vorab verpflichtet, mit unserem in der Satzung verankerten Selbstverständnis konform zu gehen. Personen, die Praktiken und Weltanschauungen vertreten, welche der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland zuwider laufen (darunter fallen politischer Extremismus, rassistische Einstellungen, Sexismus sowie die okkulten Weltanschauungen der Theosophie bzw. der Ariosophie) sind nicht nur als Mitglieder des Vereins nicht willkommen, sondern auch nicht als Gäste der Kultstätte.

Wo soll der Tempel bzw. der Kultplatz entstehen?

Der Kultplatz beziehungsweise der Tempel soll an einem zentral in Deutschland gelegenen Ort entstehen und sich in eine naturnahe Landschaft einfügen.
Zentral bedeutet hier jedoch nicht zwingend, dass die geographische Mitte Deutschlands angestrebt wird. Ein geographisch zentral gelegener Ort bringt ja auch nichts, wenn es in der Nähe nicht einmal einen Bahnhof oder eine Autobahnanbindung gibt. Je nachdem, was sich ergibt, sind überdies auch mehrere Kultstätten möglich. Wir fangen aber erstmal mit einer an. 😉

Aber werden denn gar keine historischen Ort angestrebt? – auf denen sich Heiligtümer oder Tempel befanden?

Wir denken da pragmatisch. Sollte es sich zufällig ergeben, in unmittelbarer Nähe eines Opfermoors oder Ähnlichem eine Kultstätte zu errichten, wäre das sicherlich toll. Aber das steht nicht im Vordergrund. Wir wollen ja nicht rekonstruieren, sondern einen Ort finden, der für uns gut geeignet und somit infrastrukturell gut erreichbar ist.

Also wird auch das Tempelgebäude nicht an einen historischen Tempel angelehnt sein?

Das ist aufgrund der Quellenlage sowieso kaum möglich. Sofern es über den Kultplatz hinaus zu einem Bau eines Tempelgebäudes kommt, werden wir also auch hier pragmatisch denken. Natürlich ist es zwar denkbar, sich von der Form beispielsweise an einem Langhaus zu orientieren – aber auch dies würde mit einer modernen Architektur verknüpft werden. Noch einmal: Wir sind keine Rekonstruktionisten.

Wie soll das Projekt finanziert werden?

Um unser Projekt zu finanzieren, sind wir auf die Öffentlichkeit angewiesen. Wer will, kann spenden, die Kontoverbindung sowie einen Paypal-Button findet Ihr hier. Der Hauptteil der Finanzierung wird jedoch über ein Crowdfunding-Projekt erfolgen. Zudem könnt ihr Fördermitglied werden. Aktuell liegen die Kosten bei für eine Fördermitgliedschaft bei 15 €.

Was ist eine Fördermitgliedschaft? Kann ich nicht auch normales Mitglied werden?

Eine Fördermitgliedschaft ist eine Mitgliedschaft ohne aktives und passives Wahlrecht im Verein. Normale Mitgliedschaftsanträge werden aktuell nicht angenommen.

Wann wird das Projekt realisiert?

Wir werden starten, sobald wir ein Grundstück gefunden haben, das den Anforderungen entspricht. Dies ist aufgrund der gesetzlichen Vorgaben eine anspruchsvolle Aufgabe. Aktuell versuchen wir, eine breitere Öffentlichkeit zu bekommen, um später effektiv das Crowdfunding ankurbeln zu können, und sind zeitgleich stets auf der Suche nach geeigneten Orten und Objekten.